Laminat verlegen leicht gemacht

Tipps zum Verlegen von Laminatboden 

Laminat ist ein Bodenbelag, mit dem Sie Räumen schnell das gewünschte Flair geben können. Für jeden Design-Stil gibt es das passende Laminatdekor – egal ob Holz-, Stein- oder Fliesenoptik. Darüber hinaus ist Laminat - dank seiner vielfältigen Eigenschaften - ausgezeichnet für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet. So können Sie Laminat im Wohnzimmer verlegen oder im Schlafzimmer, im Flur oder im Keller - und sogar für den Einssatz in Feuchträumen gibt es den passenden Bodenbelag. Die wohl größten Vorteile von Laminatfußboden sind  die einfache Reinigung und Pflege sowie die kinderleichte Installation.

Muss ich handwerklich begabt sein, um selbst Laminat zu verlegen?

Im Gegensatz zu Parkett müssen Sie zur Installation nicht zwangsweise einen Fachmann beauftragen. Mit der passenden Anleitung können Sie den Boden einfach selbst verlegen. Wichtig ist dabei, alle benötigten Materialien und Arbeitsschritte gut vorzubereiten. Im Folgenden finden Sie eine Checkliste der benötigten Werkzeuge, eine Aufzählung der Vorbereitungsmaßnahmen, sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verlegen von Laminat. 

Allgemein haben Sie drei Möglichkeiten, Laminat zu verlegen:

  1. Die leimlose, schnelle Verlegung. Die Paneele von Krono Original sind so exakt gefertigt, dass Sie sich auch ohne Verkleben ideal anpassen und eine geschlossene Oberfläche bilden.
  2. Die Verlegung mit Clickguard™ oder einer vergleichbaren Fugenversiegelung. Dadurch ist der Boden dauerhaft gegen Feuchtigkeitseinwirkung von oben geschützt. Der Vorteil von Clickguard™ besteht darin, dass später das Laminat trotzdem wiederaufgenommen und neu verlegt werden kann.
  3. Die Verlegung mit Leim stellt ebenfalls dauerhaften Schutz gegen Feuchtigkeit sicher. Der Aufwand ist jedoch größer und eine Demontage für eine eventuelle Zweitverlegung des Bodens ist im Anschluss nicht mehr möglich.

Auf welchen Untergrund kann man Laminat verlegen?

Laminat können Sie auf unterschiedlichen Untergründen verlegen. Wichtig ist dabei, dass der Boden absolut trocken, stabil und sauber ist. Lesen Sie hier, was bei verschiedenen Böden, wie zum Beispiel Estrich, Holzdielen oder PVC, zu beachten ist.

Laminat auf Estrich verlegen

Der Boden muss absolut eben, trocken, sauber und tragfähig sein. Ungleichmäßigkeiten von mehr als drei Millimetern pro Meter sollten Sie unbedingt durch Abschleifen und Verspachteln angleichen (Tipps zum Unebenheiten ausgleichen bei Laminat). Bei Estrichböden - egal ob Zementestrich oder Anhydridestrich - muss unbedingt einer Dampfsperre eingebaut werden. Als Feuchtigkeitsbremse bietet sich entweder eine einfache PE-Folie oder hochmoderne Materialien mit integrierter Trittschalldämmung an. Möchten Sie Laminat auf frisch gegossenen Estrich verlegen, beachten Sie bitte unsere Hinweise zu "Laminat auf Estrich"!

Laminat auf Holzdielen verlegen

Befestigen Sie unbedingt lose Dielen, bevor Sie mit dem Verlegen des Laminatbodens beginnen. Wie auch bei Estrichböden muss der Holzuntergrund absolut fest und eben sein. Für mehr Stabilität verlegen Sie das neue Krono Original Laminat quer zu den bestehenden Holzdielen. 
Auf Dampfsperren sollten Sie unbedingt verzichten, jedoch ist eine Trittschalldämmung unbedingt notwendig. Weitere Hinweise zu Untergründen aus Holz finden Sie bei unseren Tipps rund um "Laminat auf Parkett".

Laminat auf Verlegeplatten

Eine einfache Möglichkeit, einen optimalen und ebenen Untergrund zu gewährleisten sind OSB-Verlegeplatten. Die Verlegeplatten müssen fest mit der Unterkonstruktion verbunden sein, damit sie eine stabile Unterlage für das Laminat darstellen und damit keine knarrenden Geräusche entstehen.

Laminat auf PVC- oder Linoleumböden verlegen

Linoleum und Vinyl sind nicht immer die optimale Basis für Laminatboden. Der alte Bodenbelag muss unbedingt eben, trocken und sauber sein. Weist der Untergrund Schäden auf, ist es sinnvoller, den alten Boden vollständig zu entfernen, bevor Sie Laminatpaneele darüber verlegen. Details hierzu finden Sie auf unserer Seite zu Laminat auf PVC.

Die Verlegung von Laminatböden auf Warmwasser- und modernen Elektrofußbodenheizungen

Zum korrekten Anheizen Ihres Fußbodens vor der Bodenverlegung befragen Sie bitte den Heizungsfachmann Ihres Vertrauens. Er hat die entsprechenden Fähigkeiten und  kann die notwendigen Protokolle befolgen. Eine Oberflächentemperatur von 25 Grad Celsius ist empfehlenswert; 28 Grad Celsius sollten Sie auf keinen Fall überschreiten. 

Material Checkliste & Vorbereitung

Welche Werkzeuge werden benötigt, um Laminat perfekt zu verlegen?

Die folgenden Werkzeuge sollten Sie bei der Verlegung Ihres Krono Original® Laminatbodens jederzeit griffbereit halten:

  • Abstandskeile (als Abstandhalter können Sie auch Zuschnitte vom Laminat verwenden, bei der Sie durch die Dicke des Laminats die Breite der Fugen festlegen)
  • Geräte zum Zuschneiden der Paneele:
    • Gehrungssäge oder Kreissäge mit Hartmetallwechselzahnsägeblatt,
    • Stichsäge mit feinem Sägeblatt,
    • Laminatschneider
  • Handsäge und Winkel (falls Türzargen gekürzt werden müssen)
  • Lochsäge zum Anbringen der Bodenlöcher für Heizungsrohre
  • Zollstock & Bleistift
  • Montagehilfe
  • Hammer
  • Schlagholz und Zugeisen

Checkliste Material & Zubehör zur Laminatboden Verlegung

Zusätzlich zu den oben genannten Werkzeugen benötigen Sie folgende Materialien:

  • Krono Original® Laminatboden
  • Genaue Messdaten zur Raumgröße
  • Dampfbremsfolie / Dampfsperre
  • Trittschalldämmung (bei Böden ohne Trittschalldämmung)
  • Clickguard™ (eine Tube reicht für zehn Quadratmeter Laminat)
  • Ausgleichs-, Übergangs- und Abschlussprofile
  • Befestigungsklammern (30 Stück pro Paket Krono Original® Boden)
  • Sockelleisten

Weitere Informationen zu Bodenzubehör Artikeln wie Clickguard™, Profilen, Sockelleisten und Befestigungsklammern finden Sie bei add2 Flooring.

Vor dem Verlegen von Laminat 

Damit Ihnen das Laminat Verlegen möglichst einfach von der Hand geht, sollten Sie sich und die Baustelle möglichst gut vorbereite

  1. Sorgen Sie für ein passendes Raumklima.
    Eine wichtige Voraussetzung für den Einbau und eine lange Werterhaltung des Laminatbodens ist ein Raumklima mit etwa 20 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent.
  2. Lagern Sie die Pakete mit dem Laminat 48 Stunden lang unter den gleichen klimatischen Bedingungen wie bei der Verlegung.
    Da Laminat zum größten Teil aus natürlichem Holz besteht, sollten Sie die Paneele an ihre neue Umgebung gewöhnen lassen. So verhindern Sie, dass sich der Boden direkt nach dem Verlegen verzieht und dadurch Schaden nimmt.
  3. Kontrollieren Sie die Paneele bei Tageslicht auf mögliche Transportschäden.
    Dielen mit sichtbaren Beschädigungen sollten nicht verwendet werden - wenden Sie sich zwecks Umtauschs bitte an Ihren Händler.
  4. Der Unterboden muss absolut eben, trocken, sauber und tragfähig sein.
    Mögliche Unebenheiten sollten Sie vorab abschleifen oder mit Ausgleichsmasse ausgießen.
  5. Auf mineralische Unterböden muss zusätzlich eine geeignete Dampfbremsfolie oder Dampfsperre (PE-Folie) zum Schutz gegen Feuchtigkeit wannenartig ausgelegt werden. Die Bahnen hierfür 20 cm überlappen lassen und mit Klebeband fixieren.
  6. Ein Teppichboden ist keine geeignete Unterlage!
    Da dieser Untergrund bei Belastung nachgibt, kann es zu Rissen und anderen Beschädigungen des Laminatbodens kommen. Teppichreste müssen Sie vor der Verlegung restlos entfernen, um einen glatten Boden zu gewährleisten.
  7. Bei Laminatböden ohne integrierte Trittschalldämmung verwenden Sie bitte eine 2 Millimeter PE-Schaumfolie oder eine andere geeignete Unterlage, um unangenehmen Trittschall zu mindern.
  8. Verlegen Sie die Dämm-Bahnen (Feuchtigkeits- & Schalldämmung) in der gleichen Richtung wie die Laminatdielen.
  9. Geöffnete Pakete sollten Sie unverzüglich verlegen.

Die Restfeuchte beachten!

Bei der Verlegung auf mineralischem Untergrund wie Beton, Zement- und Anhydritestrich oder Steinfliesen, müssen Sie zuerst die Feuchtigkeit im Boden messen lassen. Die folgenden Feuchtigkeitswerte sollte Estrich auf keinen Fall überschreiten:

  • Zement-Estrich: Mit Fußbodenheizung (FBH) 1,8 Prozent CM; ohne FBH 2 Prozent CM.
  • Anhydrit-Estrich: Mit FBH 0,3 Prozent; ohne FBH 0,5 Prozent CM. 

Benötige ich eine Trittschalldämmung unter dem Laminat?

Ja - außer der Laminatboden besitzt eine integrierte Trittschalldämmung. In diesem Fall ist eine zusätzliche Trittschalldämmung nicht nötig.

Was ist die schwimmende Verlegung beim Laminat?

Schwimmende Verlegung bedeutet, dass der Laminatboden bei der Installation nicht mit dem Untergrund verbunden wird. Dadurch kann sich der Bodenbelag, je nach äußeren Bedingungen wie Wechseln in der Luftfeuchtigkeit oder Temperaturänderungen, ausdehnen oder zusammenziehen. Darüber hinaus entstehen durch die entkoppelten Bauteile keine Schallbrücken durch fest mit dem Gebäude verbaute Böden. Hier finden Sie weitere Details zur schwimmenden Verlegung von Laminat.

Verlegung von Laminat - Kurzanleitung:

Die folgende Anleitung erklärt Ihnen kurz und bündig, wie Laminat verlegt wird. 

1. Wenn es der Untergrund zulässt, empfiehlt es sich, als Verlegerichtung die Längsseiten der Laminatdielen in Richtung des Lichteinfalls zu wählen. Diese Ausrichtung hat den Vorteil, dass die Fugen zwischen den Dielen keine Schlagschatten bilden und so der Eindruck einer großen, geschlossenen Oberfläche entsteht.
Piktogramm - Laminat verlegen, Längsrichtung zur Hauptlichtquelle

2. Bei schwimmend verlegtem Laminat kommt es bei Temperaturschwankungen natürlicherweise zu Dehnungen und Schrumpfungen. Damit dieser Prozess dem Boden keine dauerhaften Schäden zufügt, sollten Sie zu jeder Wand mindesten 0,8 Zentimeter Abstand für eine Dehnfuge einhalten. Diese Schlitze werden zum Abschluss der Verlegung mit Sockelleisten abgedeckt. Bei besonders großen Laminatflächen, wenn die Breite oder Länge mehr als 5 Meter beträgt, ist eine zusätzliche Bewegungsfuge in der Mitte des Raumes nötig. die Dehnungsfugen in der Mitte des Raumes oder zwischen zwei Zimmern können Sie mit Hilfe von Übergangsleisten abdecken.
Piktogramm - Laminat verlegen Dehnungsfugen

3. Bei der ersten Reihe halten Sie zwischen Wand und erster Reihe mit Hilfe von Abstandshaltern die benötigte Dehnfuge frei. Achten Sie darauf, dass Sie die einzelnen Paneele bündig an der Stirnseite aneinander klicken, so dass sie eine gerade Linie bilden. Prüfen Sie dies im Zweifelsfall mit einer Latte oder einer Wasserwaage und gleichen Sie leichte Ungleichmäßigkeiten durch vorsichtige Stöße mit Hammer und Schlagklotz aus. Fehler in der Frühphase der Verlegung sind später kaum mehr auszubessern. Wenn Sie die letzten Paneele kürzen müssen, sollte diese nicht kürzer als 40cm sein. Markieren Sie hierfür die benötigte Länge mittels Bleistifts und Zollstock auf der Rückseite des Brettes und schneiden dieses mit Hilfe einer Stichsäge oder eines Laminatschneiders zurecht.
Piktogramm - Laminat verlegen, erste Paneele verlegen

4. Die Installation der nächsten Reihe starten Sie wieder dort, wo Sie angefangen haben, das Laminat zu verlegen. Um den Bodenbelag mehr Stabilität zu geben, erlauben Sie einen Versatz von mindestens 40 Zentimetern. Legen Sie die Seite der Diele an das bereits verlegte Laminat und lassen Sie sie die Verbindung aus Nut und Feder ineinander einrasten. Diesem Prinzip folgen Sie, bis Sie die gesamte Bodenfläche des Raumes mit Laminat bedeckt haben.
Piktogramm - Laminat verlegen, zweite Reihe beginnen

5. Bei der letzten Reihe muss möglicherweise die Breite der Paneele angepasst werden, um den nötigen Endabstand zur Wand einzuhalten. Entfernen Sie hierfür die Seite der Laminatdiele mit der Feder, damit sie noch mit dem Rest des Bodens zusammengefügt werden kann. Da der Platz zur Wand beim Verlegen der letzten Reihe begrenzt ist, hilft insbesondere hier der Einsatz eines Zugeisens, um die Paneele zu platzieren.
Piktogramm - Breite der letzten Laminatreihe anpassen

6. Das Anpassen des Laminats für Heizungsrohre bzw. von Türstöcken entnehmen Sie bitte den detaillierten Anleitungen der jeweiligen Verlege-Systeme.
Piktogramm - Laminat verlegen um Heizungen - anzeichnen

7. Der letzte Arbeitsschritt ist das Anbringen der Sockelleisten. Sie kaschieren damit die nötigen Aussparungen und geben dem Boden einen ästhetischen Übergang zur Wand hin.
Piktogramm - Am Ende des Laminat-Verlegens Sockelleisten installieren

Eine detaillierte Verlegeanleitung zum Laminat verlegen finden Sie auf den Verlege-Seiten der verschiedenen Krono Original Systemen:

Wann darf ich Laminat nach dem Verlegen belasten?

Da Laminatboden nicht mit dem Untergrund verklebt wird, kann er direkt nach dem Verlegen vollständig belastet werden.

Laminatverlegung mit den unterschiedlichen Krono Original Systemen:

Das Laminat von Krono Original besitzt je nach Produktlinie unterschiedliche Verlege-Systeme. Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei verschiedenen Systeme und die Spezifizierungen der Verlegung anhand von Videos vor. 

Verlegung 1clic 2go pure:

In diesem Video zeigen wir Ihnen, wie Laminat mit dem 1clic2go Pure System von Krono Original verlegt wird: 

Laminat verlegen mit dem "1clic 2go pure" System von Krono Original

Eine detaillierte Anleitung finden Sie auf der Seite "Verlegung 1clic 2go pure-System".

Verlegung Twin Clic:

Erfahren Sie in diesem Video, wie die Laminatinstallation mit dem Twin Clic System von Krono Original funktioniert: 

Eine genauere Erklärung, wie Sie Laminat mit diesem System verlegen, finden Sie auf der Seite "Twin Clic".

Verlegung Drop Loc:

In diesem Video zeigen wir Ihnen, wie die Laminatverlegung mit dem Drop Loc System von Krono Original funktioniert.