Словарь по ламинату

Alle wichtigen Begriffe rund um Laminat im Überblick

Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie über Laminat wissen müssen – von A, wie Abriebsklasse bis W wie Wärmeleitfähigkeit.

Abriebklassen

Die Beständigkeit gegen Abrieb eines Laminatbodens wird als Abriebklasse (AC 1, AC 2, ... nach DIN EN 13329:2006) angegeben.

Aktuelle Werte
AbriebklasseAC 1 AC 2 AC 3 AC 4 AC 5
IP-Wert

≥ 900

≥ 1500

≥ 2000

≥ 4000

≥ 6000

Alte Werte
Alte IP-Werte2000400025001000015000
Alte Klasse W 1W 2W 3W 4W 5

Die Abriebklasse wird ermittelt, indem man einen Prüfkörper auf eine Prüfvorrichtung spannt und mit Schmirgelpapier bespannte Räder (Reibräder) auf den Prüfkörper setzt. Nach jeweils 100 Umdrehungen wird der Prüfkörper auf Abrieb überprüft. Alle 200 Umdrehungen wird das Schmirgelpapier auf den Reibrädern gewechselt. Der Anfangsabriebpunkt (IP) ist der Punkt, an dem erstmalig ein klar erkennbarer Durchrieb des Dekordrucks auftritt.

AC

siehe Abriebklassen

B1

Kurzzeichen gemäß DIN 4076 Teil 5 für schwerentflammbare Baustoffe. Die DIN unterscheidet noch in B2 für normalentflammbare und B3 für leichtentflammbare Baustoffe.

Krono Original® Laminate entsprechen der Klasse B1.

Click-Laminate

sind leimfreie Verbindungssysteme, die gegenüber der herkömmlichen, einfachen Leimverbindung wesentliche Vorteile für den Verleger bringen. Durch eine spezielle Profilierung im Nut- und Federbereich ist es möglich, zwei Paneele ohne Verwendung von Leim zusammenzufügen. Die einfache Verlegung und die sofortige Nutzung des verlegten Bodens ermöglichen eine Zeitersparnis von etwa 50 Prozent. Der Boden ist wieder verwendbar. Das heißt, dass er in bestimmten Situationen wie bei einem Umzug oder bei Reparaturen entfernt und an anderer Stelle wieder verlegt werden kann. Die passgenaue Profilierung verhindert auch die Fugenbildung zwischen den Paneelen im verlegten Zustand, da ein Hinausgleiten der Feder aus der Nut nicht möglich ist.

Dampfbremse / Dampfsperre

Dampfbremsen oder Dampfsperren sind Folien aus Kunststoff (meist Polyäthylen = PE-Folie), die das Eindringen von Feuchtigkeit über den Untergrund, zum Beispiel Estrich, in den Laminatboden verhindern sollen. Dampfsperren müssen nur bei mineralischen Untergründen wie Estrich, Beton, Asphalt verlegt werden, da sich unter bestimmten klimatischen Bedingungen Wasserdampf im Bodenbereich als Tauwasser niederschlagen und Bauschäden verursachen kann. Die Dampfbremse muss von der wärmeren Seite aus gesehen vor der Tauwasser-gefährdeten Schicht (also unter dem Laminat) liegen. Die Dampfbremse wird wannenartig verlegt und verläuft an der Wand etwa zehn Zentimeter aufrecht. Die Bahnen werden nebeneinander etwa 20 Zentimeter überlappend verlegt und mit Klebeband fixiert.

siehe auch Verlegeanleitung

Dehnfugen

müssen bei der Verlegung von Krono Original® Laminatfußböden berücksichtigt werden, wenn die zu verlegende Fläche in der Längsrichtung mehr als acht Meter und in der Breite mehr als acht Meter misst. Dies ist notwendig, da der Boden aufgrund seines hohen Eigengewichtes und die Last der aufgestellten Möbel in seinem typischen Quell- und Schwindverhalten bei einer größeren Fläche beeinträchtigt wird.

Anwendungsbeispiele: siehe Bewegungsprofile

Dekorpapier

Dekorpapiere sind bedrucktes Papier; es handelt sich meist um Beschichtungswerkstoffe, die mit Holzstruktur-Nachahmungen wie Buche, Ahorn oder auch unifarben bedruckt sind. Die bedruckten Papiere werden mit Melaminharz getränkt und zusammen mit dem Overlay unter Hitze und Druck auf die Oberseite der Trägerplatte gepresst.

DIN EN 13329

Diese Europäische Norm legt Merkmale, Anforderungen und Prüfverfahren für Laminatböden fest. Sie enthält ein Klassifizierungssystem für Nutzungsklassen mit praktischen Anforderungen für bestimmte Verwendungsbereiche und Beanspruchungsklassen. Dies dient dazu aufzuzeigen, in welchen Bereichen Laminatböden zufriedenstellend eingesetzt werden können.

Folgende Anforderungen sind in der Norm unter anderen festgelegt:

  • Maßänderungen nach Änderung der relativen Luftfeuchte
  • Höhenunterschiede zwischen zusammengefügten Elementen
  • Fugenöffnungen zwischen zusammengefügten Elementen
  • Rechtwinkligkeit des Elements
  • Lichtechtheit
  • Abhebefestigkeit – Anhang siehe Nutzungsklassen

Zudem versetzt sie den Verbraucher in die Lage informiert eine Auswahl zu treffen.

DPL (Direct pressed laminate)

Der DPL-Laminatboden ist die meistverbreitete Art von Laminatboden und in den Nutzungsklassen 21 - 32 erhältlich. DPL-Böden sind wie folgt aufgebaut: Overlay, Dekorpapier, Trägerplatte und Gegenzug. Bei der Herstellung werden diese vier Laminatbodenkomponenten unter Druck und Hitze zu Ausgangsplatten gepresst und nach einer Auskühlphase der Profilierung zugeführt. Hier werden die Platten auf die gewünschten Paneelmaße zugeschnitten und profiliert. DPL-Böden werden mit der einfachen Nut-und-Feder Verbindung oder mit dem Click-System (manchmal auch Loc-System genannt) produziert.

DPL Laminatboden: die Direktbeschichtung

Die Direktbeschichtung - alle vier Komponenten werden in einem Schritt gepresst

1. Overlay: widerstandsfähige Spezialbeschichtung strapazierfähige, pflegeleichte Oberfläche
2. Dekorpapier: Optik durch Dekor
3. HDF: Holzkern Trägerplatte, Kernstück des Laminatbodens
4. Gegenzugschicht: feuchtigkeitshemmender Gegenzug zur Formstabilisierung

E1

ist das Kurzzeichen für Emissionsklassen. Die Emissionsklassen kennzeichnen die Holzwerkstoffe nach der Menge Ihrer Formaldehydabgabe. Unterschieden wird in die Klassen E1, E2, E3, wobei die Klasse E1 die Klasse mit der geringsten Schadstoffabgabe ist. Maßgebend für die Klassifizierung ist der Prüfraum. Hier wird ein Prüfkörper für eine bestimmte Zeit mit Luft in einer konstanten Temperatur „umspült“. Das abgegebene Formaldehyd wird in destilliertem Wasser aufgefangen und gemessen. Der Formaldehydgehalt in der Luft wird in „parts per million“ (ppm) gemessen. Die zulässige Raumbelastung darf einen Wert von 0,1 ppm nicht übersteigen. Handelsübliche Laminate haben einen so geringen Schadstoffanteil, dass sie als „Schadstofffrei“ gelten.

siehe Formaldehyd

Krono Original® Laminate entsprechen der Emissionsklasse E1.

Elektrostatische Aufladung

Die elektrischen Ladungsträger, die Elektronen, springen unter bestimmten Umständen von Objekten auf Menschen über – und versetzen uns so einen leichten Stromschlag. Diese Elektronen werden durch Trennprozesse von elektrisch nicht leitfähigen Materialien bewirkt. Die Ursachen können etwa eine verunreinigte Oberfläche eines Laminatbodens sein, zu geringe Luftfeuchtigkeit (insbesondere in den Wintermonaten), oder elektrisch isolierend wirkende Materialien wie Schuhsohlen und Kleidung. Gegenwirkende Maßnahmen sind der Einsatz eines Luftbefeuchters, elektrisch leitfähiger Stühle, spezieller Reinigungsmittel mit möglichst hohem Anteil an Tensiden, das Tragen von elektrisch leitfähigem Schuhwerk sowie Kleidung mit geringem Kunstfaseranteil.

Feuchträume

sind zum Beispiel Badezimmer oder Saunabereiche. Für diese Räume mit einem extrem hohen Feuchtigkeitsgehalt eignen sich Laminatböden aufgrund ihrer materialtypischen Eigenschaften nicht.

Formaldehyd

ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Formaldehyd ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Harzen, die bei der Produktion von Holzwerkstoffen wie Laminatböden oder Spanplatten als Klebstoffe verwendet werden. Formaldehyd übt einen Reiz auf Augen, Schleimhäute und Atemwege aus. Die Wahrnehmungsgrenze liegt zwischen 0,2 und 1,0 ppm (parts per million). Durch immer strengere gesetzliche Auflagen ist der Anteil an formaldehydhaltigen Harzen bei der Herstellung von Laminat so eingeschränkt worden, dass die Böden als „Formaldehydfrei“ eingestuft werden.

siehe E1

Fußbodenheizung

Aufgrund der hohen Materialdichte eignet sich Laminat hervorragend für eine Verlegung auf Fußbodenheizungen. Wärme kann ein Laminatfußboden sehr gut leiten. Da Warmwasserfußbodenheizungen in einem Estrichbett liegen, ist es wichtig, eine Feuchtigkeitsprüfung durchzuführen (siehe Estrich). Außerdem soll vor der Verlegung des Laminatbodens eine Aufheizung nach Protokoll durchgeführt werden. Bei der Verlegung von Laminat auf einer Fußbodenheizung wird als erstes eine Folie aus Polyethylen ausgelegt. Die Auswahl der Trittschallunterlage sollte auch auf ein Material mit einer hohen Materialdichte fallen - zum Beispiel Filz oder Kautschuk.

Alle Krono Original® Laminatfußböden eignen sich auch zur Verlegung auf Elektrofußbodenheizungen. Wichtig ist, dass die Oberflächentemperatur zu keiner Zeit auf über 27°C steigt. Dies ist durch geeignete Temperatursteuerungen abzusichern. Weiterhin sollte vermieden werden eine beheizte Fläche abzudecken und dadurch die Oberflächentemperatur durch Wärmestau zu erhöhen.

Gegenzug

Die Gegenzugpapiere bestehen aus harzimprägnierten Papieren und dienen auf der Unterseite der Laminatpaneele in erster Linie dazu, den Spannungsausgleich zum Overlay, Dekorpapier und gegebenenfalls Natronkraftpapier auf der Oberseite herzustellen. Würde man eine Trägerplatte nur einseitig mit Laminat beschichten, so würde sich die Trägerplatte aufgrund der einseitigen Feuchtigkeitsaufnahme von unten verbiegen – was auch als „schüsseln“ bezeichnet wird.

HDF (High Density Fibreboard oder Hochdichte Faserplatte)

Dabei handelt es sich um eine aus Holzfasern hergestellte Holzwerkstoffplatte. HDF-Platten werden hauptsächlich als Trägerplatte für Laminatböden verwendet. Sie besitzen eine sehr homogene Struktur und geschlossene Oberflächen. Daher können HDF-Platten direkt kaschiert, bedruckt, furniert oder auch lackiert werden. Im Vergleich zu Spanplatten und auch MDF-Platten besitzen sie eine höhere Dichte und daher eine bessere Biege- und Querzugfestigkeit. Auch im Hinblick auf das Quellverhalten sind sie der Spanplatte überlegen. Optisch sind Hochdichte Faserplatten der MDF-Platte sehr ähnlich.

Holzwerkstoff

ist ein Sammelbegriff für verschiedene Produkte, die durch Zerlegen des Holzes in Späne oder Fasern und anschließendes Zusammenfügen (meistens durch Pressen) unter Zugabe von Leim oder Harzen entstehen. Holzwerkstoffe sind zum Beispiel Spanplatten, Mitteldichtefaserplatten (MDF), Hochdichtefaserplatten (HDF) oder Sperrholz.

HPL (High Pressure Laminate oder Hochdrucklaminat)

ist der „Mercedes“ unter den Laminatböden. Durch seine extrem widerstandsfähige Oberfläche ist er in den Nutzungsklassen 32 und 33 erhältlich. HPL–Böden sind aus Overlay, Dekorpapier, mehreren Natronkraftpapieren, der Trägerplatte sowie einem Gegenzug aufgebaut. Diese Komponenten werden in zwei Arbeitsstufen unter Druck und Hitze gepresst. In der ersten Stufe werden das Overlay, das Dekorpapier und die Natronkraftpapiere zu einer Lage (HPL) gepresst. In der zweiten Stufe wird dann die HPL-Lage auf die Trägerplatte geleimt, wobei aus Gründen der Spannungssymmetrie auf die Rückseite des Elements ein Gegenzug aufgebracht wird. Nach einer Auskühlphase werden die Platten der Profilierstraße zugeführt, auf die gewünschten Paneelmaße zugeschnitten und profiliert. HPL-Böden werden mit der einfachen Nut-und-Feder Verbindung sowie dem Click-System oder Loc-System produziert.

HPL - Laminatboden: das Hockdrucklaminat
Drei - Stufen - Verfahren - Hochdrucklaminatproduktion

  • 1 - Overlay
  • 2 - Dekorpapier
  • 3 - Kernlagen
  • 4 - Laminatschicht 0.6 Millimeter strapazierfähige, pflegeleichte Oberfläche
  • 5 - HDF Holzkern Trägerplatte, Kernstück des Laminatbodens
  • 6 - Gegenzugschicht Laminat feuchtigkeitshemmender Gegenzug zur Formstabilisierung

1. Arbeitsgang

  • 2 Schichten Overlay
  • 1 Schicht Dekorpapier
  • 3 Kernlagen

werden unter Druck zu einem Dekorlaminat gepresst

2. Arbeitsgang

  • 1 Schicht Gegenzugpapier
  • 3 Kernlagen

werden unter Druck zu einem Gegenzuglaminat gepresst.

3. Arbeitsgang

  • Dekorlaminat
  • Gegenzuglaminat

werden zu Hochdrucklaminat gepresst.

Imprägnierung von Laminat

Gerade bei der leimlosen Klickverbindung ist eine Imprägnierung des Trägermaterials gegen Feuchtigkeit sehr wichtig. Diese Imprägnierung wird durch eine Erhöhung der Harzanteile bei der Herstellung der Trägerplatte (HDF) sowie der Zugabe von wasserabweisenden Mitteln wie Wachsen oder Paraffin erreicht. Eine zusätzliche Versiegelung der Fugen zwischen zwei Laminatelementen kann während der Verlegung durch das Auftragen von Leim oder Clickguard erreicht werden.

Bei den herkömmlichen Leimverbindungen übernimmt der aufgetragene Leim die Doppelfunktion des Klebers und der Imprägnierung. Eine Imprägnierung nach der Verlegung des Laminatbodens ist nicht sinnvoll: Durch das Imprägnat gelangen filmbildende Substanzen wie zum Beispiel Wachse auf die Oberfläche des Laminates, wo sie nur sehr schwer wieder zu entfernen sind. Eine Folge dieser Mittel ist Schlierenbildung.

IP

siehe Abriebklassen

Klimatisierung

Krono Original® Laminat besteht zu über 90 Prozent aus einem Holzwerkstoff (Trägerplatte, meist HDF) und verfügt damit über die typischen Materialeigenschaften von Holz. Das heißt unter anderem, dass sich das Material an die umgebene Luftfeuchtigkeit anpasst. Hierbei wird je nach Luftfeuchtigkeit des Raumes Feuchtigkeit vom Holzwerkstoff aufgenommen oder abgegeben. Dadurch kann es zu Verzerrungen wie Quellen oder Schwinden kommen.

Um das Material vor der Verlegung an das Raumklima anzupassen sollten Sie das Laminat etwa 48 Stunden lang in dem Raum vorlagern, in dem Sie es später verlegen. Wird diese Klimatisierung des Laminates nicht berücksichtigt (wenn zum Beispiel des Laminat direkt aus dem „trockenen“ Baumarkt in einen noch „feuchten“ Neubau transportiert und sofort verlegt wird), so kann es unter anderem zu Fugenbildung und Verzerrungen kommen.

Ideal ist eine Lagerung in beheizten, zugluftfreien, trockenen Räumen bei einer relativen Luftfeuchte von weniger als 75 Prozent und einer Lufttemperatur von etwa 18 Grad Celsius.

Leime

Leime sind Klebstoffe aus synthetischen, tierischen oder pflanzlichen Grundstoffen mit Wasser als Lösungs- und Dispersionsmittel. Für die Verleimung der Nut- und Federverbindung an Laminatpaneelen empfiehlt sich die Verwendung eines D3 Leimes (alternativ D4). D3 ist ein genormtes Kurzzeichen und steht für die Eignung eines Leimes für den Innenbereich mit häufiger, kurzzeitiger Einwirkung von abfließendem Wasser oder Kondenswasser und/ oder eine langzeitige hohe Luftfeuchte. Leime der Klassen D1 und D2 eignen sich für das Verlegen von Laminat dagegen nicht.

Achtung: Leim wird nur auf die Oberseite der Feder gegeben!

Nutzungsklassen Laminat

dienen dem Verbraucher zur Orientierung und dem Hersteller zur Klassifizierung seiner Produkte. In den Nutzungsklassen werden die Laminate nach ihrer Widerstandsfähigkeit eingestuft: Abrieb, Stoßfestigkeit, Lichtechtheit. In den Nutzungsklassen wird eine Empfehlung gegeben für welchen Bereich (zum Beispiel Wohnraum oder Gewerbeflächen wie Hotelzimmer, Büro) ein jeweils klassifiziertes Laminat geeignet ist. Grundlage für die Klassifizierung der Laminate ist die DIN EN 13329.

Für die Kennzeichnung der Beanspruchungsklassen durch Piktogramme gilt folgende Einteilung nach Verwendungsbereich, Benutzungsintensität, Beanspruchung und Einsatzbeispielen:

Beanspr.-
klasse
VerwendungsbereichBenutzungs-
intensität
Beanspr.-
beschreibung
Einsatzbeispiele
private NutzungWohnen
Bereich für private Nutzung
mäßigzeitweise BenutzungSchlafzimmer
Gästezimmer
private NutzungWohnen
Bereich für private Nutzung
normalnormale BenutzungWohnzimmer
Eßzimmer
Innenflure
private NutzungWohnen
Bereich für private Nutzung
starkintensive, verstärkte BenutzungTreppenhäuser
Eingangsflure
Küchen
gewerbliche NutzungGewerbe (Objekt)
Bereiche für öffentliche
und gewerbliche Nutzung
mäßigzeitweise BenutzungHotelzimmer
Konferenzräume
Kleinbüros
gewerbliche NutzungGewerbe (Objekt)
Bereiche für öffentliche
und gewerbliche Nutzung
normalnormale BenutzungKindergärten
Büros, Warteräume
Hotelhallen, Boutiquen
gewerbliche NutzungGewerbe (Objekt)
Bereiche für öffentliche
und gewerbliche Nutzung
starkintensive, verstärkte BenutzungKorridore
Großraumbüros
Kaufhäuser
Klassenräume

Oberfläche

Die Oberfläche von Laminatböden besteht im Gegensatz zu Parkett- und Furnierfußböden nicht aus einer auf das Holz aufgebrachten Lack-, Öl- oder Wachsschicht. Laminatoberflächen haben eine dünne Deckschicht aus kunstharzgetränkten Papier (meist Melaminharz), das auch „Overlay“ genannt wird. Zusammen mit dem Dekorpapier wird das Overlay auf eine Trägerplatte (HDF) gepresst.

Beim Pressvorgang verschmelzt das Melaminharz der einzelnen beschichteten Papiere unter Wirkung von Druck und Hitze zu einer mechanisch festen Oberfläche.

Overlay

siehe Oberfläche

PE Folie

siehe Dampfbremse

Reinigung und Reinigungsmittel

Da sich Schmutzpartikel nur sehr schwer auf der geschlossenen und widerstandsfähigen Laminatoberfläche festsetzen können, reicht es meistens, den Boden mit einem ausgewrungenem feuchten Tuch und einem Wischmittel auf einer einfachen Seifenbasis zu reinigen. Eine Reinigung mit zu viel Feuchtigkeit kann zu Aufquellungen der Trägerplatte führen. Bei der Wahl der Laminatreiniger sollten Sie darauf achten, dass diese keine Wachse oder Öle beinhalten. Öle und Wachse können nicht, wie bei einer Holzoberfläche, in die geschlossene Laminatoberfläche eindringen und legen sich somit als Schmierfilm auf das Laminat. Durch diesen Film entstehen beim Reinigen des Laminatbodens Wischschlieren und beim Begehen entsprechende Laufspuren.

Sound Absorb System (S.A.S.)

basiert auf einer völlig neuartigen Technologie. Diese Hightech-Beschichtung ist nur 0,3 Millimeter dünn und besteht aus einem speziellen Thermoplast, das einen Teil der Schallenergie in Wärmeenergie umwandelt. Das Sound Absorbed System verringert die wahrnehmbaren Laufgeräusche um mehr als 10 Dezibel – das entspricht einer Schallreduzierung um 50 Prozent. Weitere Vorteile sind die optimale Wärmeleitung, was gut für die Verlegung auf Fußbodenheizungen ist. Es sind keine weiteren Trittschallunterlagen wie zum Beispiel Noppa-Schaum nötig. Außerdem ist die S.A.S. Beschichtung umweltfreundlich.

Schadstoffe

Die in Laminaten festgestellten Lösemittel und Formaldehyd sind so gering, dass Laminat als Schadstoffarm oder Schadstofffrei nach E1 eingestuft wird.

Sockelleisten oder Fußleisten

sind die optimale Lösung für einen harmonischen Übergang oder Abschluss des Laminatbodens zur Wand. Neben der optischen Wirkung wird durch die Sockelleiste auch der wichtige Wandabstand abgedeckt. Sockelleisten gibt es in den zum Boden passenden Dekoren, sowie in verschiedenen Profilierungen und Größen. Befestigt werden Sockelleisten an der Wand durch schrauben, nageln, kleben oder mit Clip-Klammern. Hierbei werden Klammern im Abstand von etwa 30 Zentimetern an die Wand gedübelt und die Leiste einfach nur aufgesteckt. Durch die Clip-Verbindung ist es möglich, die Leiste mehrmals problemlos und ohne Beschädigungen an der Wand zu Montieren und zu Demontieren – zum Beispiel beim Tapezieren oder Streichen der Wand.

Trägerplatten

sind alle Arten von Holzwerkstoffplatten, die Beschichtungswerkstoffe tragen. Beschichtungswerkstoffe sind zum Beispiel Laminate und Furnier. Im Bereich der Laminatherstellung werden hauptsächlich HDF–Platten mit Stärken von sechs bis acht Millimetern verwendet. Im Bereich der Click-Laminate werden die Trägerplatten durch Zugabe eines höheren Leimanteils beim Pressen der Platte besonders quellarm hergestellt. Spanplatten als Trägerplatten sind der HDF-Platte in den technischen Eigenschaften wie der Druck- oder Stoßbelastungen und bei der Verlegefreundlichkeit deutlich unterlegen und werden langfristig als Trägermaterial vom Markt verschwinden.

Trittschall

ist eine besondere Form des Körperschalls. Er entsteht durch Begehen des Bodens, wird über die flankierenden Wände und Decke übertragen und als Luftschall abgestrahlt. Gemessen wird der Schall in Dezibel (dB). Um dem Trittschall entgegenzuwirken wird bei der Verlegung des Laminatbodens eine Trittschalldämmung unter das Laminat gelegt. Der Bodenaufbau sieht dann wie in der Skizze beschrieben aus. Es gibt verschiedene Materialien für die Trittschalldämmung: Eine 2 Millimeter dicke „Noppa“-Schaumfolie, Korkmatten und -fliesen, Filzbahnen und -fliesen, oder das „Sound Absorb System“ von Krono Original.

Untergrund

Der Untergrund muss so beschaffen sein, dass der Laminatboden entsprechend der Anleitung des Herstellers verlegt werden kann. Als Untergrund für eine Laminatverlegung eignen sich unter anderem mineralische Untergründe wie Estrich, Beton, Asphalt, Holzspanplattenkonstruktionen, Holzdielenböden oder Altuntergründe mit vorhandenen Hartbelägen wie Stein, Keramik und PVC.

Untergrundebenheit

Die Ebenheit des Untergrundes ist wichtig für die Verlegung von Laminatböden. Untergründe mit Differenzen in der Oberfläche von mehr als drei Millimetern auf den laufenden Meter müssen abgeschliffen oder gespachtelt werden - nach DIN 18202. Die Ebenheit des Untergrundes lässt sich am besten mit einem Richtscheit oder mit einer langen Wasserwaage ermitteln.

Untergrundfestigkeit

Für die Verlegung von Laminat ist es notwendig, dass der Untergrund so fest wie möglich ist. Vor der Verlegung des Laminates ist sicherzustellen, dass der Untergrund nicht federt oder sich bei Belastung eindrücken lässt. Das passiert dann, wenn Sie Ihren Laminat auf eine weiche Oberfläche verlegen wollen. Ein Teppichboden ist kein geeigneter Untergrund für eine Laminatverlegung.

Untergrundfeuchte

Gerade bei mineralischen Untergründen wie zum Beispiel Estrich (Zementestrich, Anhydritestrich) oder auch bei einem Untergrund, der mit einem Nutzbelag bedeckt ist (Naturstein, keramischen Fliesen oder Platten, Kunststoff), ist immer mit einer aufsteigenden Untergrundfeuchte zu rechnen. Den Feuchtigkeitsgehalt der genannten mineralischen Untergründe können Sie mit einem „CM–Messgerät“ kontrollieren.

  • Zementestrich < 2.0 CM Prozent
  • Zementestrich beheizt < 1.8 CM
  • Prozent Anhydritestrich < 0.5 CM Prozent

Damit möglicherweise aufsteigende Feuchtigkeit nicht in den Laminatboden eindringen kann, ist es notwendig eine Folie als Dampfsperre direkt auf den Untergrund zu verlegen. Bei Untergründen, die aus Holz oder Holzwerkstoffplatten wie Dielen oder Spanplatten bestehen, müssen Sie keine Folie verlegen.

Verlegerichtung

Die Verlegerichtung ist grundsätzlich Geschmacksache. Die Empfehlung lautet, den Boden längs zur Hauptlichtquelle und quer zur Laufrichtung zu verlegen. Oft ist die Einhaltung dieser Empfehlung nicht möglich, da zum Beispiel Tür und Fenster gegenüberliegend angebracht sind. Hier muss dann der eigene Geschmack entscheiden. Laminat kann ebenso diagonal oder mit entsprechenden Übergangsprofilen in unterschiedlichen Richtungen auf dem Boden verlegt werden. Besteht der Untergrund aus einem Dielenboden, so sind die Laminatpaneele quer zur Längsrichtung der Dielen zu verlegen.

Wandabstand

Der Abstand zwischen dem verlegten Laminatboden und der Wand ist einer der wichtigsten Punkte, die bei einer Laminatverlegung beachtet werden müssen. Der Abstand sollte zwischen 12 und 15 Millimetern liegen und wird bei der Verlegung durch die Abstandskeile fixiert. Laminat ist ein Holzwerkstoff, der unter Einfluss von Feuchtigkeit aufquillt oder bei einer trockenen Umgebung schwindet. Es ist daher wichtig, dass man dem Laminatboden Raum zum „Arbeiten“ lässt. So werden spätere Schäden durch Quellung vermieden. Als Schäden können unter anderem auftreten: Offene Fugen, Aufwellungen parallel zur Längsfuge, Stauchungen im Fugenbereich mit Dekorabplatzungen, oder Aufstellen des Bodens (Hügel).

Wärmeleitfähigkeit λ

Die Wärmeleitfähigkeit (früher „Wärmeleitzahl“) gibt die Wärmemenge in λ an, die pro Sekunde bei einer Temperaturdifferenz von einem Grad Celsius auf einer Länge von einem Quadratmeter transportiert wird. Der λ - Wert von Baustoffen wird für den rechnerischen Nachweis des Wärmeschutzes von Bauteilen benötigt. Die λ - Werte von Spanplatten oder Faserplatten (Trägerplatten von Laminatpaneelen) sind niedriger, als die von Vollholz gleicher Dichte oder weiteren Baustoffen. Aufgrund ihrer sehr guten Wärmeleitfähigkeit eignen sich Laminatfußböden hervorragend für eine Verlegung auf Warmwasserfußbodenheizungen.

siehe Fußbodenheizung

Werkzeug

Für eine problemlose Laminatverlegung ist es wichtig, geeignetes Werkzeug bereit zu legen. Sie benötigen ein Verlegeset bestehend aus Schlagklotz, Zugeisen, Abstandskeilen und einem Spachtel. Des Weiteren brauchen Sie einen Hammer, eine geeignete Säge (optimal ist eine Stichsäge), Leim, einen Zollstock oder ein Maßband, einen Winkel, einen Bleistift, eine Bohrmaschine für die Sockelleisten, ein Klebeband und ein Teppich- oder Cuttermesser für die PE-Folie und Trittschalldämmung.